Neues vom geplanten Gleitschirmstartplatz Reichental

BNN vom 28.05.2004

Bedenken gegen Startplatz

Verkehrsbehörde steht Gleitschirmprojekt negativ gegenüber

Gernsbach/Reichental:

Eine negative Nachricht hatte Ortsvorsteher Edgar Sieb bei der CDU-Veranstaltung am Mittwochabend in Reichental in Bezug auf den geplanten Gleitschirmstartplatz unweit der L76b zwischen Reichental und Kaltenbronn. Nach Auskunft von Sieb befürchtet das Straßenverkehrsamt im Landratsamt eine Ablenkung der Autofahrer durch startende Gleitschirmflieger und dadurch Unfälle, weshalb es dem Vorhaben ablehnend gegenüber steht. Nachdem andere Startplätze vom Forst abgelehnt werden, befürchtet Sieb, auf diese Attraktion für Reichental verzichten zu müssen.

Doch für den Vorsitzenden des Gleitschirmvereins Baden, Martin Lohse, ist das Projekt noch lange nicht gestorben. Das Genehmigungsverfahren sei nach wie vor im Gange. Im BNN-Gespräch verweist er darauf, dass der Deutsche Hängegleiteverband und nicht die Straßenverkehrsbehörde Genehmigungsbehörde sei. Die Verkehrsbehörde müsse lediglich eine Stellungnahme abgeben. Der Verband sieht nach Auskunft von Lohse bei der Genehmigung keine Probleme. Durch Schilder könnten die Autofahrer auf die  Gleitschirmflieger aufmerksam gemacht werden.

Zur weiteren Bearbeitung des Antrags fehlt nach Angaben von Lohse derzeit noch die Stellungnahme der Naturschutzbehörde. Der Startplatz in der Nähe der Kreuzlehütte wurde, wie berichtet, gemeinsam mit der Forstverwaltung ausgewählt. Auch mit dem zuständigen Naturschutzbeauftragten Wolfgang Neukum hatten die Gleitschirmflieger bereits Kontakt aufgenommen, sodass Lohse optimistisch ist, die Zustimmung der Naturschutzbehörde zu erhalten. Der Landeplatz ist auf den Wiesen in der Nähe des Reichentaler Schwimmbades vorgesehen.